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Flugsand und Heide in der Sahara bei Ommen im Morgenlicht, mit Wacholder und Nadelwald

Geschichte

Die Sahara von Ommen, eine Wüste im Vechtdal

Mitten im Vechtdal liegt eine echte Wüste: Flugsand, Wacholder und Stille. Und auf dem Hügel daneben wartete die Welt einst auf einen Weltlehrer. Die Geschichte der Sahara bei Ommen.

Flow the Collection · 29. Juni 2026

Man erwartet es nicht, so tief in der Overijsseler Landschaft: eine echte Wüste. Und doch liegt sie da, zwischen Ommen und dem Weiler Junne — eine Fläche aus weißem Flugsand, gesäumt von dunklem Nadelwald und niedrigem Wacholder. Die Sahara nennt man sie hier, und der Name ist nicht übertrieben. Doch die schönste Geschichte steckt nicht im Sand selbst. Sie liegt auf dem Hügel daneben.

Eine Wüste, eine halbe Autostunde entfernt

Die Sahara bei Ommen ist ein Flugsandgebiet von rund zwanzig Hektar, entstanden, als jahrhundertelange Beweidung und Abholzung den Boden kahl zurückließen und dem Wind freien Lauf ließen. Was blieb, ist ein offenes Meer aus Sand, hier und da ein Moorauge, das sich nach Regen spiegelt, und Büschel violetter Heide am Rand. Gehen Sie früh am Morgen, wenn die Sonne tief steht und der Sand noch kühl ist — dann fühlt es sich wirklich an, als wären Sie für einen Moment woanders gelandet. Staatsbosbeheer verwaltet das Gebiet und hält es bewusst offen. Früh am Tag haben Sie die Fläche oft für sich allein, nur mit dem Geräusch des Windes und einer verirrten Feldlerche über dem Sand.

Wie der Sand liegen blieb

Dass es die Sahara noch gibt, ist fast ein Zufall. Im neunzehnten Jahrhundert wehte der Sand so stark, dass er Äcker und Wege bedrohte. Um 1840 ließ die Familie Van Pallandt, Eigentümerin des nahen Guts Eerde, Nadelwald pflanzen, um das Wehen zu bändigen. Es gelang — nicht ganz. Ein Kern blieb offen, und genau diesen Kern bewundern wir heute: eine Wüste, durch Zufall bewahrt. Wer genau hinsieht, erkennt die strengen Reihen der Anpflanzung noch immer als Rand um das wilde Herz.

Der Hügel, auf dem die Welt auf einen Lehrer wartete

Am Fuß des Sandes erhebt sich der Besthmenerberg, mit dem für viele Ommener schönsten Ausblick der Gegend. Vor hundert Jahren war dieser Hügel Weltnachricht. Zwischen 1924 und 1938 versammelten sich hier die Sternlager: Tausende Menschen aus aller Welt, in Zelten, in Erwartung des jungen indischen Weltlehrers Krishnamurti. Philip Baron van Pallandt hatte ihm das Gut Eerde geschenkt; das Schloss wurde sein Zuhause. 1929 sprach Krishnamurti hier die Worte, die alles veränderten — 'die Wahrheit ist ein Land ohne Pfade' — und löste seinen eigenen Orden auf. Die Zelte verschwanden. Der Sand blieb.

So wandern Sie

Von Ommen aus sind Sie im Nu dort. Die schönste Route führt durch den Flugsand zum Gut Junne oder in einer Schleife über den Besthmenerberg — Wald, Heide und dieser weite Ausblick als Belohnung. Ziehen Sie festes Schuhwerk an, denn das Gehen durch losen Sand ist anstrengender, als es aussieht, und gehen Sie früh: Das Morgenlicht über den Dünen ist die ganze Geschichte wert.

Übernachten Sie, wo der Sand beginnt

Das Hotel Paping liegt mitten in Ommen, einen Steinwurf von der Vecht und dem Flugsand entfernt. Kommen Sie nach Ihrer Wanderung nach Hause und machen Sie mit dem Pieterpad-Arrangement ein ganzes Wochenende daraus — Ommen liegt genau an der Route.